Während der Debatte über den Antrag bezüglich der Küstenverordnung im Senat forderte Stadtrat Lafuente eine Vereinfachung der Verfahren und eine effektive Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen, um die Probleme der Bürger der Insel zu lösen.
Der balearische Minister für Meer und Wasserkreislauf, Juan Manuel Lafuente, forderte heute im Senat eine Überprüfung des bestehenden Küstenmanagementmodells. Ziel sei es, den Balearen die tatsächliche Kontrolle über ihre Küste zu ermöglichen und sicherzustellen, dass die daraus generierten wirtschaftlichen Ressourcen der gesamten Region zugutekommen. Lafuente äußerte diese Forderung in seiner Rede vor der Allgemeinen Kommission der Autonomen Gemeinschaften im Rahmen der Debatte über den Antrag, der die Regierung auffordert, bei der Änderung der Allgemeinen Küstenverordnung Transparenz, Rechtssicherheit und institutionelle Loyalität zu gewährleisten.
In seiner Rede ging der Regionalminister auf die Schwächen des gegenwärtigen Staatsmodells ein und plädierte für eine Stärkung der Entscheidungsbefugnisse der autonomen Gemeinschaften. In diesem Zusammenhang merkte er an, dass es im Fall der Balearen zwar „Befugnisse auf dem Papier gibt, wir aber keine wirkliche Kontrolle haben“.
In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass die 2023 formalisierte Übertragung der Befugnisse in Bezug auf die Küstengebiete „unvollständig und unterfinanziert“ gewesen sei, was die Fähigkeit der autonomen Gemeinschaft zur effektiven Verwaltung ihrer Küste einschränke. Ein Hauptbeispiel sei die Gebühr für den öffentlichen maritimen und landseitigen Raum: Die Balearen übernehmen zwar Verwaltung, Kontrolle und Bearbeitung, doch die Einnahmen – jährlich rund 12 Millionen Euro – verblieben beim Zentralstaat und kämen den Inseln nicht zugute. Wie er betonte: „Die Balearen verwalten, kontrollieren und bearbeiten, aber das Geld bleibt nicht hier.“
In diesem Zusammenhang prangerte Lafuente die mangelnde institutionelle Koordination an und wies darauf hin, dass die bilaterale Kommission nicht einberufen und seit drei Jahren keine Sektorkonferenz zu Küstenfragen abgehalten wurde, was Fortschritte bei gemeinsamen Lösungen und einer echten Ko-Governance behindere. Wie in dem im Senat debattierten Antrag dargelegt, sei es notwendig, die Kooperationsmechanismen zu stärken und die effektive Beteiligung der autonomen Gemeinschaften an der Entscheidungsfindung zu gewährleisten.
Der Regionalminister warnte zudem davor, dass die Zentralregierung die Gebühren für die Nutzung des maritimen und landseitigen öffentlichen Raums erheblich erhöht und die Beträge, die Nutzer zahlen müssen, verdoppelt oder sogar verdreifacht habe, ohne dass diese Erhöhung direkte Auswirkungen auf die Balearen gehabt habe. In diesem Zusammenhang forderte er, dass diese Mittel in die Region reinvestiert würden, um das Küstenmanagement zu verbessern, Investitionen anzukurbeln und der Bevölkerung bessere Dienstleistungen zu bieten.
Der Regionalminister kritisierte zudem die mangelnde Transparenz des Ministeriums hinsichtlich Projekten wie den ökologischen Bojenfeldern und forderte detaillierte Angaben zu seinem Vorschlag. Lafuente prangerte die ständigen Änderungen der Kriterien und den Informationsmangel zu Schlüsselaspekten wie Fristen, Finanzierung und Aufgabenverteilung an – eine Situation, die seiner Meinung nach „Unsicherheit erzeugt und die Projektleitung lähmt“. Darüber hinaus warnte er, dass dieser Kurswechsel eine Umsetzung der Projekte in diesem Sommer unmöglich mache.
Er warnte außerdem davor, dass die Abhängigkeit vom Staat bei wichtigen Entscheidungen, wie etwa Konzessionen oder Grenzziehungen, zu administrativen Verzögerungen und Rechtsunsicherheit führt und die Fähigkeit einschränkt, auf die Bedürfnisse der Balearenküste einzugehen.
In seiner Rede hob Lafuente den einzigartigen Charakter der Küstenlinie der Inseln hervor und argumentierte, dass die staatlichen Vorschriften aus ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Sicht an die Gegebenheiten jedes Gebiets angepasst werden müssten.
Der Minister bekräftigte, dass sich die Regierung einem ausgewogenen Management verpflichtet fühlt, das den Schutz der natürlichen Umwelt mit der Aufrechterhaltung wirtschaftlicher Aktivitäten und traditioneller Nutzungen verbindet, und betonte die Notwendigkeit, die Kooperationsmechanismen zwischen den Verwaltungen aus einer konstruktiven Perspektive zu stärken.
In diesem Zusammenhang wurde während der Debatte auch ein Änderungsantrag verteidigt, der ein sofortiges Moratorium für die laufenden Abgrenzungsverfahren zwischen maritimem und terrestrischem öffentlichem Raum entlang der gesamten spanischen Küste fordert, bis der Kongress den vom Senat verabschiedeten Gesetzentwurf zum Schutz traditioneller Küstensiedlungen mit ethnografischem Wert verabschiedet hat. Der Vorschlag zielt darauf ab, Maßnahmen auszusetzen, die zu Enteignungen, Abrissen oder Einschränkungen der Rechte betroffener Bürger führen könnten, um Rechtssicherheit zu schaffen und irreversible Schäden zu verhindern.
Abschließend betonte Lafuente die Notwendigkeit, das gegenwärtige Modell zu korrigieren, und forderte, dass „die von unserer Küste erzeugten Ressourcen auch an unserer Küste bleiben“, zum Wohle ihrer Erhaltung, Bewirtschaftung und Entwicklung.
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